20 Jahre Erkenntnisorientierung und Kompetenzentwicklung - Personzentriertes Coaching

Menschenbild

Mein Menschenbild wird bestimmt durch mein Verständnis der Selbstverantwortung. Wer gesund und selbstbestimmt ist und im Kontext von Alltag und Arbeit steckt, oder in seiner jeweiligen Lebensphase, der kann mehr oder weniger frei für sich entscheiden, was er oder sie macht, lässt, wird oder nicht wird.

Dahinter steckt für mich eine grösstmögliche Freiheit des Seins, wie man eben sein mag.

Demgegenüber gibt es Lebensphasen oder Umstände, in denen Menschen in ihrer Freiheit zu entscheiden und zu handeln eingeschränkt sind, so dass andere und anderes teilweise ihr Leben bestimmt: Menschen mit Situationen oder Prägungen der Umstände durch:

  • Kleinkindheit
  • Armut
  • Krankheit
  • Behinderung
  • Psychische und seelische Störungen
  • Alter
  • Bevormundung
  • Gefangenschaft
  • Herkunft
  • Hintergrund
  • Ausbildung
  • etc.

Den Unterschied zwischen "eher selbstbestimmenden" und "weniger selbstbestimmenden" Menschen mache ich im Gedanken an meine Arbeit und mein Angebot als Coach bzw. der Methode des Coachens - denn

  • Coaching ist keine Therapie
  • Coaching ist kein Helfen
  • Coaching ist kein Lehren oder Trainieren
  • Coaching ist kein Praktizieren
  • Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe bei selbstverantworteter Zielorientierung

Mit diesem Bewusstsein habe ich von Begin weg zu klären, ob ein Auftrag für beide Seiten stimmt und wir überhaupt beginnen können. Oder anders gesagt: Was ist allenfalls nicht der Auftrag. Hier braucht es eine messerscharfe Klarheit - zuerst einmal bei mir als Coach, aber nicht minder auf der Seite der Klientin oder des Klienten - genannt Coachee - die sich fragen müssen: "Kann ich aus eigenen Stücken die Verantwortung für mich, meine Auftragserteilung und für meine geldmässige Honorierung übernehmen?"

Was grundsätzlich in mir gilt:

Ein jeder Mensch, egal ob ich ihn verstehe oder nicht, ihn mag oder nicht, seiner Meinung bin oder nicht, und er mit mir korrekt umgeht oder nicht, bleibt für mich OK. Das ist vielleicht der wesentlichste Punkt meines Menschenbildes - die wertfreie und bedingungslose Annahme, so zu sein, wie man gerade ist. Damit muss ich nicht einverstanden sein, aber dafür würde ich mich einsetzen. Das bedeutet miteingeschlossen, dass ich auch mich mag und gut für mich sorge.

Ich mag Menschen, und mir ist wenig Menschliches fremd.

Jona Jakob

 

Mitglied

Gesellschaft für Personzentrierte
Psychotherapie und Beratung e. V.